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Akupunktur | acus...Nadel - pungere...stechen |
Akupunktur ist eine mehr als 2000 Jahren bewährte, medizinische Heilweise und Teil der traditionellen, chinesischen Medizin, die durch das Setzen von Nadeln in spezifische Punkte, Gesundheit erhält oder wiederherstellt.
Geschichte:
Die ältesten Funde waren Steinnadeln oder Steinsplitter. Erst im 2 Jahrhundert. v. Chr. wurden erste Gold- und Silbernadeln verwendet. Das erste Wissen und Akupunkturlehrbuch „Nei Ching“ stammt von dem „gelben Kaiser Huang Ti“ ( 2600 v.Chr. ). Aus überlieferten Schriften zufolge fand man schon vor Jahrtausenden heraus, dass das Berühren oder Drücken bestimmter schmerzhafter Punkte zur Linderung führte, konnte man jedoch dadurch keine Besserung herstellen, war es ein Ritual das Dämon des Schmerzes zu befreien, in dem man mit einem Steinsplitter auf den Ausgangspunkt des Schmerzes drückte. Dies waren die Anfänge der heutigen Akupunktur. Später wurde taoistisches Gedankengut mit in die Akupunkturlehre aufgenommen. Als Mitbegründer galt Lao-Tse, sein heiliges Buch „Tao te King“ wurde zum geistigen Fundament der Lehre.
In der Niederlande, Frankreich und Deutschland wurde die Akupunktur erstmals im 17. Jahrhundert erwähnt Behandlungen jedoch wurden durch den Heilpraktiker Dr. Köhnlecher anfangs der 70- iger Jahre bekannt.
Wesen:
Das Wesen der Akupunktur beruht einerseits auf der Erkenntnis zweier wechselwirksamen Kräfte Yin und Yang ( Yang = positive, väterliche Kraft, Yin = negatives, mütterliches Prinzip ). Ziel ist es Yin und Yang in Harmonie zu bringen, sie im Gleichgewicht ( in Balance ) zu halten um somit Gesundheit im Körper herzustellen.
- z.B. bei Yang – Überschuss: Nervosität, Schlafstörungen, Herzklopfen, Hitzewallen bei Yin – Überschuss: Müdigkeit, Kälteempfindlichkeit, Druckgefühl im Bauch
Und andererseits dem Wissen über die Meridiane. Meridiane sind gedachte Linien / Leitbahnen auf denen sich alle Akupunkturpunkte eines Organs befinden.
- es gibt 12 Hauptmeridiane, die bestimmten Organen oder Funktionen zugeordnet sind
à 6 verlaufen von oben nach unten ( vom Himmel zur Erde ) = Yang – Meridiane
à 6 verlaufen von unten nach oben ( von der Erde zum Himmel ) = Yin – Meridiane
Hinzu kommen 2 Sondermeridiane einer an der vorderen, einer an der hinteren Mittellinie der Körperlinie.
Die Aufgabe der Meridiane ist es, die Lebensenergie Qi durchfließen zu lassen. Im gesunden Körper fließt diese Lebensenergie in Harmonie, Yin und Yang befinden sich in Balance und die Funktion der Organe ist kräftig und ungestört. Jedoch bei Krankheit des Körpers ist der Fluss der Energie gestört oder blockiert, es herrscht Yin- oder Yangüberschuss. Dieses gilt es mit Hilfe der Akupunktur zu regulieren.
Prinzip:
Das erkrankte Organ wird nicht direkt behandelt, sondern an bestimmte Stellen ( entlang seines Meridians) werden Nadeln gesetzt.
à die hier fließende Energie wird je nach Krankheitsbild angeregt ( tonisiert) oder beruhigt ( sediert )
Wirkung:
- in erster Linie schmerzlindernd
- weiterhin durchblutungsfördernd und motorisch aktivierend ( z.B. bei Lähnungen)
- die Muskeln werden entspannt und die Abwehrkräfte verbessert
Richtig angewendet gibt es bei der Akupunktur keine Risiken und Nebenwirkungen, in einzelnen Fällen können Kreislaufreaktionen auftreten.
Ziel:
Ziel der Akupunktur ist es, den Organismus so gezielt zu stimulieren, dass er sich selbst wieder in Balance bringt, d.h. seine Selbstheilungskräfte werden aktiviert die Störungen auszuregulieren und Yin und Yang ins Gleichgewicht zu bringen bzw. zu halten. Der Energiefluss wird somit normalisiert und Blockaden bzw. Schwächen ausgeglichen und somit der Körper gegen schädigende Einflüsse widerstandsfähiger gemacht.
Behandlung: ( i.d.R. 10-12 )
- vorher:
-genaue Anamnese vergangener Krankheiten, Betrachtung von Hautfarbe, Gesicht und Körpermerkmalen sowie Pulsfühlung an den entsprechenden Meridianen ( starker Puls = Energiefülle, schwacher Puls = Energieleere à ausgleichen )
- alle Muttermale und Narben auf den Meridianen werden mit einem Silberpflaster überbrückt, damit die Energie durchgängig wird
- während:
- ruhig, entspannte Lagerung ( meist liegend )
- die feinen ( 0,25mm ) Nadeln werden je nach Konstitution des Patienten und Lage des Akupunkturpunktes ca. 2-10 mm tief eingestochen
- die Anzahl der Nadeln variiert zwischen 3 – 20 pro Sitzung, die Dauer zwischen 5 – 45 Minuten ( maßgebend ist das leichte ablösen von der Haut )
- nachher:
- eine 8 – 14 tägige Pause bis zur nächsten Sitzung sollte gewährleistet sein
Anwendungen:
- Erkältungserscheinungen, Sinusitis ( Nasennebenhöhlenentzündung ), Bronchitis, Asthma, Pseudokrupp
- Kopfschmerzen, Migräne,
- Erkrankungen der Wirbelsäule und den Gelenken ( Arthritis, Ischialgie, Tennisellbogen, Rheuma )
- Gastritis ( Magenschleimhautentzündung ), Magengeschwür, Colitis, Verstopfung, Durchfall, Morbus Crohn
- Allergien
- Durchblutungsstörungen, Blutdruckschwankungen, funktionelle Herzbeschwerden
- Neuralgien, Gesichtslähmung, Phantomschmerzen
- Krampfaderbeschwerden
- Reizblase, Bettnässen, Prostatabeschwerden, Potenzstörungen
- Akne, Herpes, Ekzeme, Neurodermitis, Schuppenflechte, Gürtelrose
- Menstruationsbeschwerden, klimakterische Beschwerden
- Schwangerschaftserbrechen, Geburtsvorbereitung
- psychosomatische Erkrankungen, psychovegetative Störungen
- Depression, depressive Verstimmung
- Essstörungen ( Magersucht, Bulimie, Übergewicht )
- Nikotinsucht, Drogensucht
- Schlafstörungen
- Augenerkrankungen
- Zahnschmerzen
- Kinderkrankheiten
Formen
1. Sonderformen der Körperakupunktur:
Ohr-, Mund-, Hand-, Fuß-, Augen und Schädelakupunktur
- Ohrakupunktur: - die Akupunkturpunkte am Ohr sind nur bei pathologischen Veränderungen im entsprechenden Organsystem auffindbar
- alle Punkte der Körperakupunktur befinden sich auch am Ohr und können genadelt werden
2. Dauernadelung: - 2mm lange Nadeln werden in die entsprechenden Punkte im Ohr eingestochen und mit einem Pflaster fixiert à können mehrere Tage dort belassen werden
3. Ohr – Reflexkontrolle nach Radloff: - durch sie ergeben sich vielfältige Befund- und Kontrollmöglichkeiten, da die Ohrmuschel Träger von Reflexpunkten ist
4. Elektroakupunktur: - anstelle von Nadeln wird ein niederfrequenter Strom ( 1,5 – 9 Volt ) auf die Punkte übertragen
5. Farbakupunktur: - ist eine Kombination aus Akupunktur und Farbtherapie
6. Akupunkt – Massage nach Penzel: - eine spezielle Massage der Meridiane mit Massagestäbchen zur Anregung der Eigenregulationsmechanismen ( wird nie genadelt )
7. energetisch- statische Behandlung: - zur sanften und wirkungsvollen Behandlung der Wirbelsäule und Körpergelenke
8. Pharmaakupunktur: - mit Hilfe einer Kanüle wird eine geringe Menge eines Pharmakons ( Vitamine, Homöopathika, Lokalanästhetikum) in Punkte injiziert
9. Lasertherapie: - statt der Nadeln kommt ein Lasergerät zum Einsatz ( Helium-Neon-Lasergeräte, Diodenlaser oder Infrarotlaser )
10. Transkutane Nervenstimulation: - aufgeklebte Oberflächenelektroden (d= 1-2 cm ) auf den A.-Punkten werden elektrisch stimuliert
11. Moxabustion: - ist eine Erwärmung der Punkte durch glühende Kräuter |
Katja Weilepp - www.enyana.com |
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Das Buch ist eine systematische Analyse der Arbeiten Milton H. Ericksons, ...
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