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Therapieformen - Aromatherapie |
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Aromatherapie |
Aromatherapie ist die Anwendung essenzieller Öle, sogenannter ätherischer Öle, aus Pflanzen oder Pflanzenteilen wie Blüten, Schalen, Blättern, Früchten, Samen und Wurzeln in der ganzheitlichen Medizin. Kern hierbei ist die Wiederherstellung oder Verbesserung der mentalen, emotionalen, körperlichen oder spirituellen Gesundheit.
Sie gilt als eng verwandt mit der Pflanzenheilkunde.
Geschichte:
Die Herstellung und Anwendung der heutigen Aromatherapie war schon den alten Ägyptern bekannt. Schon damals stellten sie Räucherkerzen, Salben, Pflaster, Zäpfchen und Pulver her und verwendeten ätherische Öle zur Einbalsamierung vor der Mumifizierung. Im Altertum galten Räucherungen (mit getrockneten Pflanzen, Gräser, Rinden) als Reinigung und Opferung für die Götter zur Behandlung von Krankheiten. Für den Einsatz der Pflanzenessenzen zu Heilzwecken waren besonders die Chinesen und das indische Ayurveda bekannt. Im Jahre 1000 gelang es dem persischen Arzt Avicenna das schon bekannte Verfahren der Destillation weiterzuentwickeln und erzielte dadurch den Gewinn eines reines ätherischen Öles. Anfang des 19. Jahrhunderts experimentierte der Chemiker Rene-Maurice Gattefosse mit Parfum, Kosmetika und Pflanzenessenzen, welches er 1936 in einem Buch mit dem Titel „Aromatherapie“ veröffentlichte. Somit bekam die Behandlung mit Pflanzenstoffen die heute übliche Bezeichnung.
Herstellung:
1. Wasserdampfdestillation:
Zerkleinerte Pflanzen werden im Destillierkolben auf ein Rost gelegt. Zum Herauslösen des ätherischen Öles wird nun von unten her Wasserdampf zugeführt. Im Kondensor wird dieser Wasserdampf (mit dem ätherischen Öl) aufgefangen und in ein mit Wasser gefülltes Auffangbecken weitergeleitet. Aufgrund des Gewichtes setzt sich das ätherische Öl oben ab und wird nun abgeschöpft.
2. Enfleurage
Dies ist eine Methode zur Gewinnung feiner, schwer trennbarer Öle. Hierbei werden die Blüten auf eine Glasplatte gelegt, die vorher mit Fett eingerieben wurde. Darauf kommt eine von beiden Seiten eingefettete Glasplatte, welche wieder mit Blüten belegt wird, und so weiter. Das Fett saugt nun die ätherischen Öle der Pflanzen auf. Dieser Vorgang kann einige Wochen in Anspruch nehmen (Blüten werden täglich erneuert). Mit Hilfe eines Alkohols wird das Öl aus dem Fett extrahiert.
3. Gewinnung durch chemische Lösungsmittel
Dies ist ein etwas komplizierte Methode, da die Lösungsmittel teilweise hochgiftig sind und nicht vollständig entfernt werden können. Die Pflanzen werden mit diesem Lösungsmittel versetzt und zum Erhitzen gebracht. Löst sich das Öl, wird das Lösungsmittel abdestilliert.
4. Kaltpressung
Diese Methode erfolgt unter strengster Vermeidung von Wärme oder Hitze, da diese die wichtigen Pflanzenessenzen zerstört.
Anwendungsformen:
Das Verdampfen in einer Duft- oder Aromalampe
Einige Tropfen (meist 5-10, bei konzentrierten Lösungen 1-2) des ätherischen Öles werden in die mit Wasser gefüllte Schale der Duftlampe gegeben. Darunter wird ein entzündetes Teelicht gestellt. Durch die Hitze verdunstet das Öl und der Duft verbreitet sich. Die Wirkung dabei ist unterschiedlich, sie reicht von verstärkter Kreativität, Entspannung, Loslassen und Stressabbau bis zur heilenden Wirkung bei Erkältungen.
Massagen und Einreibungen
Ziel dabei ist eine als angenehm empfundene Entspannung, die den Weg der heilenden Wirkung fördert. Für eine Massage werden 10 – 15 Tropfen des ätherischen Öles in gegeben, diese werden meist verwendet, da sie keinen Eigengeruch besitzen und sich somit das Öl vollständig entfalten kann. Für die Einreibung schmerzhafter Körpersegmente vermischt man einen Tropfen des ätherischen Öles mit circa einem Esslöffel Mandel- oder Jojobaöl.
Weitere Anwendungsformen sind Bäder, Inhalationen und das Aufbrühen von Tee.
Anwendungsgebiete:
- Verbrennungen
- Hautverletzungen
- Verdauungsfördernd
- Ersten Anzeichen von Erkältung/Grippe
- Rheuma
- Krampfadern
- Stress / Schlaflosigkeit
Nebenwirkung:
In gewissen Situationen ist wie zum Beispiel einer Schwangerschaft ist Vorsicht geboten, da gelegentliche Nebenwirkungen nicht ausgeschlossen sind. Dies kann vorwiegend Kopfschmerzen oder Übelkeit sein. Diese könne auch bei massiver Anwendung oder allergischer Reaktion auftreten. Bei der Anwendung für Kinder ist stets die Hälfte der Tropfenzahl zu nehmen. |
Katja Weilepp - www.enyana.com |
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Klappentext
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