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Shiatsu | shi ... Finger - atsu ... Druck |
Shiatsu ist eine japanische Behandlungsmethode, deren Wurzeln in der Traditionellen Chinesischen Heilkunde liegen. Es ist eine Kombination aus Akupunktur und Akupressur. Ziel ist es den Körper, Geist und die Seele zu stärken, zu mobilisieren und in harmonischen Einklang zu bringen.
Geschichte:
Im Gegensatz zur jahrtausendalten Akupunktur in der Traditionell Chinesischen Medizin ist Shiatsu eine relativ junge Behandlungsmethode. Sie entstand erst Anfang diesen Jahrhunderts aufgrund der Unzufriedenheit über die verflachte, kaum noch angewendete japanische Massage Anma. Man begann die therapeutischen Wurzeln der japanischen Massage mit den Erkenntnissen der westlichen Anatomie / Physiologie zu vereinen.
Grundlagen:
Die Grundlage für die Shiatsu - Massage bildet das Wissen über Yin und Yang und den Energiezentren des Körpers, den Meridianen.. Ziel ist es Yin und Yang in Harmonie zu bringen, sie im Gleichgewicht ( in Balance ) zu halten um somit Gesundheit im Körper herzustellen.
- zuviel Yin: Tendenz zu Kälte, Feuchtigkeit und unkontrolliertem Wachstum ( z.B. Tumoren )
- zuviel Yang: Tendenz zu Überaktivität und Hitze ( z.B. Entzündungen )
Die Aufgabe der Meridiane ist es, die Lebensenergie Qi durchfließen zu lassen. Im gesunden Körper fließt diese Lebensenergie in Harmonie, Yin und Yang befinden sich in Balance und die Funktion der Organe ist kräftig und ungestört. Jedoch bei Krankheit des Körpers ist der Fluss der Energie gestört oder blockiert, es herrscht Yin- oder Yangüberschuss. Dieses gilt es mit Hilfe von Shiatsu zu regulieren.
Technik:
An der Körperoberfläche werden mit Hilfe der Hände, dem Ellenbogen oder dem Knie Punkte auf den Meridianen mit unterschiedlichem Druck behandelt, die blockierte Energie wird wieder ins Fließen gebracht. Dazu werden Rotationen, Dehnungen , Streckungen und Massagen eingesetzt. Benutzt wird jedoch keine Muskelkraft, sondern die Schwerkraft in variierender Stärke.
Eine Behandlung dauert ca. 50 Minuten und findet auf dem Boden, auf einer weichen Unterlage, statt.
Wirkung:
Die Wirkungsweise von Shiatsu hängt davon ab, wie sehr der Patient bereit ist, sich auf die Behandlung und die damit verbundene Änderung, einzulassen
- sich wieder als Einheit von Körper, Geist und Seele zu fühlen
- körperliche und emotionale Spannungen loszulassen
- die eigene Vitalität zu spüren und zu stärken
- sich im Körper wohler zu fühlen
- den Körper und seine Grenzen bewusst wahrzunehmen
- die Aufrichtung und Haltung zu verbessern
- die Verdauung und andere Umwandlungsprozesse anzuregen
- das Immunsystem zu stärken
- sich gehalten und geborgen zu fühlen
- als Begleitung bei Schwangerschaft und Prozessen der Veränderung
- die Selbst-Heilungskräfte zu aktivieren
- ein Veränderung, ein Loslassen, mehr Eigeninitiative, neue Offenheit entstehen zu lassen
- belebt Stellen, die leer oder schwach sind
Anwendung:
- Kopfschmerzen
- Menstruationsbeschwerden
- Magenproblemen
- Rückenschmerzen
- Unruhe und Nervosität
- Verspannungen
- Stress
- Akute und chronische Erkrankungen
- Funktionsstörungen des Bewegungsapparates
Formen:
1. Shiatsu nach Tokujiro Namikoshi
Dieses wird nach fließenden Abläufen an Körpervorderseite sowie der Körperrückseite und dem Kopf mittels Daumendruck entlang der Meridiane praktiziert.
2. Jen Shen Do - Der Weg des geistigen Mitgefühls
Jen Shen Do ist eine aus der taoistischen Philosophie entwickelte Therapieform. Durch Halten und Verbinden von Energiepunkten wird ein Einklang von Körper, Psyche und Geist erzielt.
3. tiefes Shiatsu
Tiefes Shiatsu ist eine weiterentwickelte Form des Shiatsu nach Tokujiro Namikoshi. Hierbei wird die tiefe Muskulatur behandelt, um tiefliegende Muskelverspannungen aufzulösen. Dabei kommen Daumen, Fäuste, Ellenbogen und die Knie zum Einsatz.
4. Tantsu
Tantsu ist die sanfte Variante zur Ausbalancierung von Energie. Dabei wird eine Hand auf einem bestimmten Punkt gehalten, die andere übt Druck entlang des Meridians aus.
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Katja Weilepp - www.enyana.com |
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