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Auf der Suche

Nach den Männern im Yogaunterricht

Stefanie Kühn | 02. September 2017 | 0 | 3 min

Dieser Blogeintrag ist für alle Männer, die Yoga vor allem in Pastelltönen sehen und noch nicht die Kraft und Hitze entdeckt haben. 


Ich kenne die Ashtanga Yoga Stunden nur zu gut. Viele Frauen bewegen sich in den Raum  und beginnen mit ihrer Yogapraxis im Mysore Style. Mal ist ein Mann dabei, selten zwei und wenn drei dabei sind, dann kann man sich das im Kalender schon als einen Feiertag markieren. 


Warum ist das so? Und warum erobern sich die Männer diesen Bereich nicht? Es ist wirklich schade. Gerade Ashtanga Yoga ist eine sehr Yang lästige Praxis, d.h. Kraft und Ausdauer werden benötigt, bzw. durch das regelmäßige Üben gefördert. 

Ich sehe sehr wohl, dass die Medien einen großen Einfluss darauf haben, denn an Frauen verkaufen sich neue Yogamatten, Yogakleidung und Malas als Schmuck viel besser. Dennoch ist Yoga nicht lila, pink oder aus Schurwolle. Wäre dem so, dann würde ich nicht Yoga seit vielen Jahren praktizieren. Meine Yogamatte ist schwarz und ich singe zwei Mantren in der ganzen Ashtanga Praxis und dies freiwillig.


Mittlerweile ist bekannt, dass die Asanas primär für den indischen Körper gemacht wurden und dies vornehmlich für den männlichen indischen Körper. Natürlich gibt es Yogarichtungen, die auch Frauen aufweisen, aber wenn wir die Yogaliteratur auf dem Markt studieren, dann finden wir die Asanas, die für den Mann gemacht wurden und nun Abwandlungen für den westlichen Körper bieten und meist posen Frauen.


Es gibt viele Gründe mit Yoga zu starten. Da gibt es zum einem den gesundheitlichen Faktor. Auch Mann wird nicht jünger. Rückenschmerzen, Knieprobleme, Kopfschmerzen, meist verursacht durch Stress oder Nackenschmerzen können mit Yoga behoben werden.


Und falls es dir nicht schon aufgefallen ist, viele Sportrichtungen nutzen den Effekt von Yoga. Dein Sport soll nicht ersetzt werden durch Yoga. Und nicht nur im Fußball wird Yoga genutzt. Wir erinnern uns alle an die Schlagzeilen, dass die Nationalmannschaft Yoga übt. Auch in vielen Kletterhallen ist ein Yoga Kurs im Angebot zu finden. Und als Jogger sind dir deine verkürzten Oberschenkelmuskeln bekannt. Yoga für Jogger taucht daher immer mehr im Angebot von Yogaschulen auf. 


Unsere Gesellschaft ist eine Leistungsgesellschaft. Und Männer werden in der deutschen Gesellschaft dazu erzogen zu kämpfen, besser zu sein als die anderen und im Job gut zu sein. Beim Yoga musst du das alles nicht sein. Dein Blick reicht nur bis zu deinem Mattenende und nicht weiter. Worum geht es denn dann? Nur um dich und deine Möglichkeiten in dem Moment des Übens. 


Und was euch Männer noch interessieren könnte. Yoga macht sexy, verändert deinen Körper und verbessert die Qualität des Sexes. Kein Scherz. Probiere es aus! Es gibt mittlerweile sogar wissenschaftliche Studien dazu. 

Sexy wirst du, weil du mehr in dir ruhst und gelassener wirkst. Das finden Frauen anziehend. Keine Frau mag einen Mann mit hochgezogenen Schultern, mit denen er sich die Ohren zuhalten kann oder einen Mann, der quasi im Straßenverkehr auf der Hupe lebt. Yoga strafft den Körper, gibt ihm Vitalität und stärkt ihn. Alles schon gehört? Wunderbar. Dann vergesse es nicht! 


Dies erklärt auch schon ein Stück weit, warum der Sex besser wird. Wer gelassen ist, seinen Körper mag und fit ist, der kann einfach länger. Der Genuss ist ein anderer. Energie ist im Fluss, sowohl beim Yoga als auch beim Sex. Empfohlen werden Übungen, die den Beckenboden trainieren. Denn nicht nur die Frau hat einen.  Also startet mit Chaturanga Dandasana, denn das ist nicht nur eine kraftvolle Übung, sondern durch das Anspannen des Beckenbodens wird das Brett noch mehr zum Brett. Die Rechnung ist einfach: Stärkere Muskeln sorgen für einen stärkeren Orgasmus. Und durchblutete Organe funktionieren einfach besser.


Wahr ist aber auch, dass Männer oft nicht zum Yoga gehen, weil sie nicht so flexibel sind und sich daher dumm im Yogaunterricht neben den meist flexibleren Frauen vorkommen. Wenn aber der Blick auf der eigenen Yogamatte bleibt und wir uns verdeutlichen, dass der weibliche und der männliche Körper einfach unterschiedlich sind, dann ist der irrationale Gedanke nicht flexibel genug zu sein nicht zu halten. Den Leistungsgedanken auszuschalten ist nicht einfach. Doch verdeutliche dir ein Hamsterrad von innen sieht auch aus wie eine Leite nach oben. Es ist alles eine Frage der Perspektive.



Anmerkung der Autorin:

Ich möchte festhalten, dass es sich in diesem Blogeintrag um Asana orientiertes Yoga handelt. Das Yoga noch viel mehr ist, ist mir bekannt. Doch viele nehmen den Weg des Yogas über eine Körpererfahrung auf, gerade wenn wir am ganz am Anfang stehen.



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