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Was verursacht die meisten Probleme? 

Meine eigene Unwissenheit

Stefanie Kühn

Wir kennen das Problem. Jemand hat mich nicht verstanden. Ich versuche mich besser   auszudrücken. Suche den Fehler in der Kommunikation. Im Gegenüber. Wenn ich dann ärgerlich werde, dann finde ich mein Gegenüber unsympathisch. Und wenn der Ärger in Wut umschlägt, dann wird die Person mir gegenüber auch noch hässlich. Und richtig hässlich kann der Mensch werden, den wir lieben. Dabei lieben wir ihn doch. 

Doch wo liegt das Problem wirklich? Die vedantischen Texte des Yoga geben eine einfache Antwort: Unwissenheit.
Nun könnten wir als Informationsgesellschaft das Internet konsultieren oder die Fachliteratur oder aber Experten aufsuchen, um uns darüber zu informieren, wie ich dieses Unwissen beheben kann. Zum anderen stellt sich aber auch die Frage, was soll ich denn alles Wissen? 

Festzuhalten ist: Es ist nicht die Unwissenheit des Gegenübers, sondern meine eigene. Noch einfacher ausgedrückt: Ich bin das Problem und ich bin die Lösung. Was mir letztlich an Wissen fehlt, ist mir meines unveränderlichen Egos bewusst zu werden. 

Klingt nicht schwer. Doch hören wir auf unseren Kopf, dann finden wir das naja zu einfach. Der Intellekt mag es kompliziert. Verkettungen von Gedanken, die wir immer weiter in ein dramatisches Szenario steigern. Diese Gedanken mögen wir am liebsten. Dadurch sind wir gut beschäftigt und langweilen uns nicht. Denn Langeweile mag der Intellekt auch nicht. 

Zwei wesentliche Dinge geben die indischen Weisheitslehren zu bedenken: Das Zentrum der Welt bin ich. Und zwar jedes Ich. Wir haben also viele Zentren. Aus unserem Ich können wir nur heraus handeln. Und wir nehmen alles persönlich. Das haben wir alles schon mal gehört. Stimmt. Aber wir alle leiden unter spirituellem Alzheimer. Wir vergessen. 

Die Lösung: Die Upanischaden, wie auch die Bhagavad Gita, geben als einfache Antwort: Werde dir deines unveränderlichen Ichs bewusst. Das Ich, dass nicht altert, das zuschaut und sich nicht ärgert. Es ist nicht das Ich, das alles persönlich nimmt. Heran komme ich an dieses Ich durch Praxis. Entweder eine Yogapraxis (Asanas, Pranayama, Meditation), aber auch durch andere Praxen, wie tanzen. Und zwar immer dann, wenn wir ruhig werden, wenn wir in der Tätigkeit aufgehen, die wir tun. 

Klingt einfach. Ist es nicht. Höre nur mal jetzt deinem Intellekt zu! Wir können aber immer wieder unserem Intellekt sagen, dass er den Mund halten soll. Und letztlich einfach Atem und das auch wirklich mitbekommen. 

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